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BENITO BIANQUET & CARMEN CALDÉRON um 1900 |
TANGO Sinnlichkeit und Leidenschaft Die UNESCO hat den Tango Argentino in die Liste der schützens- und erhaltenswerten Künste und Traditionen aufgenommen. Der Tango ist zwischen 1850 und 1890 als ein von den Einwanderern geprägter einfacher Volkstanz in den Armenvierteln von Buenos Aires entstanden. Nach dem ersten Boom des Tangos in Frankreich um 1910 begann auch in Argentinien der Aufstieg des Tangos in die Mittelschicht und nach dem zweiten Weltkrieg in die Konzerthäuser und großen Ballsäle. Während der Militärdiktatur flüchteten viele Menschen nach Europa und brachten den Tango mit. Berlin entwickelte sich als ein Zentrum des Tangos in Europa. Ähnlich dem Swing ist der Tango Argentino ein Improvisationstanz. Er kennt keine starre Choreographie. Unterschiedliche Techniken und Schrittelemente werden in ganz individueller und kreativer Weise kombiniert. Dies ist nur möglich bei klarer Führung und wenn das Paar eine gute Verbindung miteinander hat. Im Idealfall ergibt sich im Tanz eine Art Zwiegespräch, bei dem die Impulse von beiden Partnern aufgegriffen werden. Es kann zu einer gelungenen Co- Produktion und Interpretation der Musik kommen. Die Musik und der Tanz werden sehr unterschiedlich erlebt und interpretiert. Für viele steht Tango für Sinnlichkeit und Erotik, aber auch Melancholie und Leidenschaft finden sich in ihm wieder. Wichtig für eine authentische Begegnung ist Offenheit und Achtsamkeit.
Carla van Kaldenkerken, November 2009
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Tango Argentino - Gotan Project
Tango Argentino mit MORA GODY, Lektion 1
Straßenfest in Buenos Aires, Ave. de Mayo, May2008
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