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CRISTINA DELIUS Foto: Promo |
STEPTANZEN - EIN MUSIKALISCHES FUSSWERK „Jeder, der laufen kann, kann auch tanzen“, erklärt mir Christina Delius in ihrem Steptanzstudio TapaToe, dass sie schon seit 13 Jahren zusammen mit Anina Krüger betreibt. Lockere Kleidung, ein paar Schuhe mit „Eisen“, die man sich dort zunächst auch ausleihen kann, und los geht´s. Die Motivation der Stepptanzschüler ist sehr unterschiedlich. Der eine möchte zur Entspannung nach der Arbeit beim Steppen einfach den Kopf freibekommen. Der andere arbeitet an komplizierten Choreografien oder an seiner Fähigkeit zu improvisieren, und macht irgendwann bei Chili con Tap, der Tanzcompany von Christina Delius, mit. Es gibt auch eine Seniorengruppe, in der einige Teilnehmerinnen über 80 Jahre alt sind und sich mit Steptanzen fit halten.
Anders als beim irischen Steptanz, der musikalisch und tänzerisch der irischen Folklore sehr verbunden bleibt, knüpft Jazz- oder Rhythm-Tap, der Steptanzstil, der auch im TapaToe unterrichtet wird, an die Tradition der schwarzen Steptänzer in den USA an und ist eng mit der Geschichte des Jazz verbunden. Jazzschlagzeuger haben sich damals von Steptänzern inspirieren lassen und viele von ihnen konnten selbst auch steppen. Gesteppt werde auch heute noch meist zu Jazz- oder Swingmusik, so Christina Delius, die in New York bei den Meistern des Steptanzens, wie Brenda Bufalino, Buster Brown und Gregory Hines, gelernt hat. Im Prinzip könne man aber zu jeder Musik steppen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Regelmäßig wird daher im TapaToe auch zu Live-Musik improvisiert, wobei sich Musiker und Tänzer gegenseitig inspirieren und das Tanzen zu einem musikalischen Fußwerk werden lassen. Klaudia Reinken, April 2009
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