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LAURA & JEREMY aus den USA unterrichten beim Berlin Balboa Weekend Foto: Promo |
BERLIN GOES BALBOA Auf einer kleinen Insel an der Küste Kaliforniens in einem viktorianischen Badehaus auf Balboa Island fing in den zwanziger Jahren alles an. Der ursprüngliche Pure Balboa, ein einfacher 8–Count–Tanz, wurde sozusagen am Strand erfunden. Anders als beim wilden Charleston oder Shag, die zu dieser Zeit sehr beliebt waren, gab es beim Balboa strenge Regeln: man tanzte Brust an Brust in sehr engem Kontakt und auf kleiner Fläche. Mögliche Variationen beschränkten sich auf einen Wechsel der Richtung oder des Rhythmus und auf interessante Fußarbeit. Aus dem Pure Balboa entwickelte sich bald der Bal Swing. Größere Tanzsäle, wie der zweistöckige Rendezvous Ballroom nahe Los Angeles, wurden gebaut. Die streng geschlossene Position wurde aufgegeben. Figuren und Schritte wie Kicks, Spins, Turns und Air-Steps wurden mit der Balboa eigenen Footwork verbunden. Die besten Bal–Swing– und Balboa–Tänzer um Maxie Dorf und Mary McCaslin wurden in den dreißiger Jahren als die Ray Rand Swingers bekannt. Seit einigen Jahren erfährt Balboa und Bal Swing in den USA und Europa ein Revival. Zu verdanken ist das Sylvia Sykes, die in den 80er Jahren in Zusammenarbeit mit Maxie Dorf die alten Balboa Tanztechniken aufgegriffen und an jüngere Generationen weiter vermittelt hat. Wenn heute von Balboa gesprochen wird, sind meistens beide Formen, der Pure Balboa und der Bal Swing gemeint. Marcus und Bärbl, die ehemaligen Weltmeister im Boogie Woogie und Lindy Hop haben das Balboa-Tanzen nach Deutschland gebracht. Pioniere des Balboa– Tanzens in Berlin sind Mari und Andi, die heute beim RRC Spreeathen unterrichten. Vom 6.-8. März findet im Tanzstudio a compàs in Kreuzberg zum vierten Mal das Berlin Balboa Weekend statt. Auf den Partys der Tanzschulen jederist-tanzbar und bebop sind an diesem Wochenende einige der weltbesten Balboa–Tänzer aus den USA, Europa und Rußland zu sehen. Klaudia Reinken, März 2009
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