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BURLESQUE IN BERLIN Wenn LADY LOU auf der Bühne steht und wenig bekleidet zu Peggy Lee´s Song “I’m A Woman” kreativ wird, sind in den ersten Reihen fast nur Frauen zu finden. Bevor die gebürtige Neuseeländerin, Kindergärtnerin und Mutter von einem kleinen Jungen nach Berlin kam, verbrachte sie einige Jahre in London, wo sie das Burlesque-Tanzen lernte. Ihre Spezialität ist „Poi“, auch „Fire-Dancing“ genannt, bei dem sie zwei brennende Kugeln oder Flaggen rhythmisch durch die Luft schwingt. Burlesque werde häufig mißverstanden und unterschätzt, so die Neuseeländerin. Ein schönes Kleid anziehen, sexy Unterwäsche und dies alles dann vor Publikum wieder ausziehen, das werde ziemlich schnell langweilig. Eine Burlesque-Show ist sehr viel mehr als Striptease: eine Mischung aus Schauspielerei, Kostümierung, Akrobatik und Tanz. Im Studio SCHÖNHEITSTANZ BERLIN kann Frau das Burlesque-Tanzen in Kursen unter der Anleitung von Lady Lou erlernen. Viele Frauen, die zu ihr kommen, sind zunächst schüchtern und unsicher. Sie lernen, wie sie mit einfachen Mitteln kreativ sein können. Sie basteln eigene Kostüme, experimentieren mit Federfächer, Boa und Handschuhen. Und dann plötzlich haben sie Spaß und relaxen, so Lady Lou: „Dann kommt die sexy weibliche Seite in ihnen zum Vorschein, um zu spielen. Das ist der Moment, wo Burlesque zum Leben erweckt wird.“. Die frühen Ursprünge dieser Shows reichen zurück bis in die Zeit des italienischen Improvisationstheaters Commedia dell’arte. Die moderne Burlesque als Bühnenshow entstand im 20. Jahrhundert vor allem unter dem Einfluss der großen Pariser Varietétheater wie Moulin Rouge und Folies Bergère. Seit den 1990er Jahren lebt die Tradition der Burlesque-Performance wieder auf. In Berlin findet man Shows zum Beispiel bei der Bohème Sauvage oder den Girl-In-A-Hot-Rod-Partys. Klaudia Reinken, Dezember 2008 |
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